Day 15 – The way back home

An meinem letzten Tag in Chicago ging mein Flieger am späten Nachmittag. Also bin ich vorher noch ins Büro. Da ich während meines ganzen Aufenthalts nicht einmal am See selbst spazieren war und den See nur aus dem Flugzeug oder von Wolkenkratzern kannte, bin ich in der Mittagspause zum Navy Pier gefahren. Der ist halt wie man sich so nen Navy Pier vorstellt: viele Fastfood Restaurants und Touristenfallen, viele Souvenirshops, ein Kettenkarussell und das obligatorische Riesenrad.

Es war schön den See doch einmal auch von nahem zu sehen. Es ist irgendwie komisch, weil der See wie ein Meer wirkt, man aber nicht den typischen Salzgeruch in der Nase hat. Ist halt eben doch kein Meer.

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Als ich nachmittags dann von der Arbeit aus zum Flughafen aufgebrochen bin, habe ich noch einen Halt and dem berühmten Bahnhof Union Station gemacht. Ein wunderschönes altes Bahnhofsgebäude aus den 1920′er Jahren. Hier hätte ich gern noch mehr Zeit gehabt um den Bahnhof fotografisch zu erkunden, aber mit Gepäck ist das nicht so einfach.
Die Location schreit danach, für Fotos, Video und Film genutzt zu werden. Alleine das große Tageslichtdach ist ideal für eine Fotosession. Ein andermal dann vielleicht.
Einen großen Auftritt hat der Bahnhof übrigens auch in dem Film The Untouchables – Die Unbestechlichen von 1987!

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Der Flug mit Lufthansa war super angenehm und ging auch schnell rum. Ich hab mich so gefreut meine Familie wiederzusehen! Schön ist’s wieder zu Hause zu sein!

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Day 14 – Celia, Marina and Bennett

Am letzten vollen Tag meines Chicago Aufenthalts war noch ein Portrait Shooting mit meinen Kollegen Celia, Marina und Bennett geplant.

Doch zuvor bin ich nach der Arbeit erstmal zum Willis (dem ehemaligen Sears) Tower gelaufen. Es ist das höchste Gebäude der Stadt und das 10. höchste der Welt. Bis zum Dach ist es 442 m und bis zur Antennenspitze sogar 527 m hoch! Es war 39 Jahre lang das höchste Gebäude der USA und ist heute immernoch der zweithöchste Wolkenkratzer in den USA. Höher ist nur das im letzten Jahr fertiggestellte One World Trade Center in New York.

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Ganz oben gibt es eine Aussichtsetage von der aus man ganz Chicago, den See und noch weiter sehen kann. Das besondere oben sind an das Gebäude drangebaute Glaskästen. Wenn man sich traut da reinzugehen kann man unter seinen Füßen über 400 m abwärts sehen. Wahnsinn! Ich fand den ersten Schritt einfach doch danach wird’s schon komisch. Ich hab auch keinen in einem der Glaskästen hochspringen sehen…

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Im Anschluß hab ich mich mit meinen amerikanischen Kollegen Celia, Marina und Bennett zu einer kleinen Fotosession getroffen. Wir waren ca. eine Stunde in der Nähe der Arbeit am Chicago River unterwegs. Es war zwar wieder bitterkalt aber wir hatten viel Spaß und haben viel gelacht. War echt ne gute Gruppe! Danke nochmal dass ihr euch die Zeit dafür genommen habt!

Hier sind ein paar Fotos von dem Shoot:

Abschließend sind wir noch in die Bar Blackfinn in der Nähe gegangen um den Abend bei nem Bier ausklingen zu lassen. Da kamen dann noch ein paar andere aus dem Büro dazu und weil es der letzte Abend in Chicago war, hat Teddy auch ein Bier bekommen. ;-)

 

Day 13 – Sarah and Shirin

Ich hatte mir letzte Woche gedacht, warum nicht ein paar Leute im Büro fragen, ob sie nicht Lust hätten ein paar Portrait Fotos mit mir zu machen. Chicago ist einfach so eine tolle Stadt für Fotos. Man braucht eigentlich nicht lange suchen um gute Locations für Fotos zu finden.

Für heute hatten sich Sarah und Shirin aus dem Büro freiwillig gemeldet um mir Modell zu stehen. Wir sind direkt nach der Arbeit los. Es war sonnig aber kalt. Immer diese Temperatursprünge hier in Chicago! Am Sonntag waren es noch über 20 Grad und nun nur noch 6. Donnerstag sollen es schon wieder 18 Grad werden. Ich kann mir das nur mit der Nähe zum See erklären. Chicago ist da jedem Wind von Norden schutzlos ausgeliefert.

Aber zurück zu den Fotos. Wir sind einfach Richtung Loop gelaufen und haben am Fluß, am Chicago Theater und in den Straßen drumherum Fotos gemacht und hatten dabei auch viel Spaß. Es war auch mal wieder schön Personen und nicht nur die Stadt zu fotografieren.

Hier sind einige der Ergebnisse von dem Shoot:

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Vielen Dank an Sarah und Shirin fürs mitmachen!

Day 12 – Vom Rock zum Barock

Nach dem ganzen Rock’n’Roll am Wochenende war es sehr abwechskungsreich gestern in ein Barock Konzert zu gehen. Ich hatte ne Karte für ein Konzert im Harris Theater mit Musik von Händel und Bach.
Als Fazit würd ich sagen viel Licht aber auch ein wenig Schatten.
Zuerst einmal hat das “Foyer” vom Harris Theater, also da wo man sich was zu trinken holt und die Zeit vor dem Konzert und in der Pause verbringt, den Charme einer Tiefgarage in der man nachts nicht alleine durchlaufen will. Nichtmal ein paar Bistrotische waren aufgestellt. Nur eine rollende Bar…


Und dann so ein paar Kleinigkeiten während des Konzerts die den Gesamteindruck trübten:

  • die Gesangssolisten hatten kleine billige PET Wasserflaschen neben sich auf der Bühne stehen. Das kenn ich ja vielleicht von nem Rockkonzert, aber in ner Philharmonie?
  • a propos Rockkonzert: zwischen den Stücken kamen immer zwei Herren auf die Bühne die die notwendigen Änderungen an Stühlen etc. auf der Bühne durchführten. Roadies würde man bei nem Rockkonzert sagen. Nur sahen die in der Philharmonie auch aus wie Roadies. Einer in T-Shirt und Cargohose der andere in Pulli und Jeans und Turnschuhen. So was hab ich Köln oder anderswo in ner Philharmonie auch noch nicht gesehen.
  • beim Violinkonzert in a-moll von Bach hat die Solovioline der Konzertmeister selbst gespielt und nicht ein extra angeheuerter Solist. Das hat man leider auch etwas gemerkt. Im Fussball würde man sagen: die kreativen Ansätze im Mittelfeld waren erkennbar, nur der Zug zum Tor hat gefehlt. Nee im Ernst. Ein paar Töne hat er unsauber intoniert und an manchen Passagen hat sein Bogen nicht gereicht… Er hat es eher wie ein Vivaldi Stück gespielt. Es war sicherlich ein guter Auftritt, aber eben nicht vergleichbar wie wenn das zB Hilary Hahn gespielt hätte. So absolut reine Musik wie die von Bach verzeiht einfach keine Unsauberheiten.
  • die Solistin hat ihren kleinen 5 Minuten Part in einer Bach Kantate nicht frei sondern mit nem Notenständer gesungen. Auch ein Novum für mich. Strange. Wenn sie gesessen hat, hat der Notenständer ihren Kopf verdeckt und wenn sie stand den Oberkörper. Wieso kann sie die paar Noten nicht auswendig singen?

Dass das ging, konnte man dann im letzten Stück des Abends sehen. Die Kantate Apollo e Dafne von Händel. Hier war deutlich zu spüren, dass das das Stück war, das vom Orchetser und den Solisten richtig geprobt wurde. Es war das einzige Stück an dem Abend, für welches es eine Ansprache vom Dirigenten gab. Allerdings auch nur um zu sagen, dass er das Stück aus dramaturgischen Gründen um ein paar Arien gekürzt hat für den Abend. WTF? Anscheinend kürzen die Amis nicht nur ausländische Filme aus dramaturgischen Gründen.
Auf alle Fälle war Apollo e Dafne der Highlight des Abends. Die Sänger spielten ihre Parts szenisch wie in einer Oper und ohne Notenständer! Das Orchester war einen ganzen Deut besser als in den Stücken davor. Musikalisch konnte sich die Kantate blicken lassen. Hier gab es auch keine für mich hörbaren Patzer oder ähnliches und alle spielten zur Hochform auf. Leider zeigte das um so deutlicher, dass die vorherigen Stücke des Abends nur als Beiwerk ausgewählt wurden. Ich hoffe das kommt jetzt alles nicht zu negativ rüber. Denn bei alledem: die Musik von Händel und Bach ist natürlich über alle Zweifel erhaben und es war echt toll die Stücke so live zu hören.

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